Die 2 größten Mythen zum nüchtern laufen am Morgen widerlegt

fitzine.de - Die 2 größten Mythen zum nüchtern laufen am Morgen widerlegt

1. Abnehmen

Es heißt, wenn du morgens nüchtern läufst, nimmst du schneller ab. Die Argumentation dahinter ist die, dass dein Körper durch die in der Nacht geleerten Glykogenspeicher (Kohlenhydratspeicher) direkt an die Fettdepots geht und du somit schneller abnimmst. Das ist nur leider eine schlichtweg zu einfache Rechnung. Denn es geht schon mal so los, dass am Morgen deine Glykogenspeicher nicht wirklich geleert sind. Der Blutzuckerspiegel ist genauso wie die Fülle der Glykogenspeicher in der Leber gesenkt, aber kaum in der Muskulatur. Somit hält der Körper erstmal weiterhin Glykogen zur Verbrennung bereit.

Damit die Fettverbrennung vorangetrieben werden kann, musst du also im aeroben Bereich trainieren. Das heißt, dass dem Körper genügend Sauerstoff zur Verfügung steht, um statt dem Glykogen, Fett als Energiequelle zu nutzen. Bis das aber der Fall ist, vergeht einige Zeit und somit sind kurze Läufe ungeeignet, um von diesem Effekt zu profitieren.

Wichtiger hingegen ist eine Kalorienreduzierte Ernährung. Denn die Ernährung macht ca. 70% des Erfolgs aus. Klar ist es am effektivsten, wenn du dazu noch über eine Stunde im aeroben Bereich läufst, jedoch zählt am Ende eben das Kaloriendefizit, um abzunehmen.

 

2. Muskelabbau

Der zweite Mythos besagt, dass Ausdauersport (vor allem auf nüchternen Magen) die Muskeln schrumpfen lässt. Hier heißt es, dass der gering befüllte Glykogenspeicher dafür sorgt, dass statt dem Glykogen, oder dem Fett, Muskelprotein, also Muskelsubstanz zur Energiegewinnung abgebaut wird.

Wäre das so, dann dürfte dir bei jeder Ausdauereinheit schnell schwindelig werden. Dafür müsstest du allerdings auf sehr hohem Niveau trainieren. Heißt, hohe Geschwindigkeit bei weiten Distanzen. Das ist allerdings weder sinnvoll, wenn du nicht in einer Wettkampfvorbereitung bist (und da solltest du Kohlenhydrate zur Unterstützung unbedingt rund ums Training einnehmen), oder dein Hauptaugenmerkt auf dem Aufbau fettfreier Muskelmasse liegt. Letzteres sollte bei dir allerdings ausgeschlossen sein, da dein Hauptengagement beim Laufen liegt.

Solltest du Muskelaufbau betreiben, dann iss immer ausreichend Kohlenhydrate, damit deine Glykogenspeicher voll sind. Somit brauchst du auch keine Angst haben, morgens den Erfolg des Muskelaufbaus vom Vortag kaputt zu machen. Grundsätzlich ist es am besten, wenn du auch am Muskelaufbau interessiert bist, dass du eher langsam, also im anaeroben Bereich läufst. So stellt der Körper mit steigender Trainingsdauer immer mehr auf Fettverbrennung zur Energiegewinnung um und du kannst Kilometer aufbauen, was nicht nur gut für die Ausdauer ist, sondern auch jederzeit einen schnellen Einstieg in eine Wettkampfvorbereitung ermöglicht.

 

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