Auf einem Blick: Functional Training

fitzine.de - Auf einem Blick: Functional Training

Davon sollten mittlerweile auch schon alle was gehört haben, die regelmäßig Sport machen. Viele Fitnessstudio-Ketten bauen ihre Studios um, damit sie Platz für einen Functional Trainingsbereich haben. Doch worum handelt es sich bei diesem Trend und warum ist er so angesagt?

Functional Training bedeutet funktionelles Training und geht somit weg von den isolierten Übungen an Geräten, wie sie in den Studios stehen. Trainiert werden soll der Körper so, wie er sich auch im Alltag bewegen muss – oder auch sportartspezifisch. Im Alltag gibt es viele Bewegungen, die den ganzen Körper beanspruchen und das soll im Training simuliert werden. Dieses Konzept sagt auch, dass der Körper verschiedene Muskelschlingen hat und jede Schwachstelle in diesem System den gesamten Körper schwächen und sogar schädigen kann. Beim Functional Training kann man diese Schwachstellen gezielt angehen, aber ohne den Rest zu vernachlässigen. Wer in Fitnessstudios sich dagegen nur an Geräten aufhält, muss seinen Körper nicht stabilisieren (das macht das Gerät) und trainiert deshalb auch nicht so effektiv.

 

Funktionelle Übungen sind die, die Bewegungen wie etwas vom Boden heben, etwas vom Schrank herunterholen, oder aus dem Bett aufstehen nachahmen. Dabei ist es ganz wichtig, dass dabei immer beide Beine am Boden sind, es sei denn, bei einem sportartspezifischen Workout sollen spezielle Bewegungsabläufe gezielt trainiert werden. Der „Core“ spielt dabei eine wichtige Rolle, weil die Körpermitte dem ganzen Bewegungsapparat Stabilität gibt. Dementsprechend wird diese Körperregion gezielt gestärkt.

 

Wenn du Kniebeugen, Kreuzheben, Klimmzüge oder Dips im Trainingsplan stehen hast, machst du somit auch schon funktionelle Übungen, weil hier ganze Muskelketten arbeiten. In Sachen Ausdauer ist alles vom Gehen bis zum Laufen funktionell, Crosstrainer hingegen nicht.

Dieses Konzept mit in den eigenen Trainingsplan zu integrieren ist eine kluge Entscheidung. Natürlich solltest du zielorientiert trainieren und wenn es lediglich dein Ziel ist Muskelmasse aufzubauen, dann musst du nicht funktionell trainieren. Ist dein Ziel allerdings einfach rundum fit und gesund zu sein, dann darf diese Methode nicht fehlen. Und weil schon Kniebeugen, oder Klimmzüge funktionelle Übungen sind, lassen sie sich sehr gut in ein muskelaufbauendes Krafttraining integrieren. Zudem lassen sich viele Bewegungen variieren, sodass das Workout auch nicht ewig dauern muss, nur damit du den Körper ganzheitlich und komplett trainierst. Eine Einheit sollte aus den Elementen Kraft, Gymnastik und Ausdauer bestehen, damit sie funktionell ist. So verringerst du das Verletzungsrisiko im Alltag, sowie im Sport und steigerst dabei deine Leistungsfähigkeit.

 

Zusammengefasst sind die wichtigsten Regeln: beide Beine sollten auf dem Boden sein, die Schulterblattstabilisatoren müssen trainiert, sowie der Rumpf beansprucht und die Hüfte stabilisiert werden. Wenn du dich verbessert hast, kannst du im späteren Verlauf auf einem wackligen, oder instabilen Boden (Gymnastikball oder Balancebrett) trainieren. Benötigt werden also nicht mehr als ein paar Tools wie beispielsweise auch Gummibänder oder ein Schlingentrainer. Damit kannst du dann allerdings überall trainieren und bist nicht mehr auf ein Fitnessstudio in der Nähe angewiesen.

Weil dieses Konzept eben so ganzheitlich und gesundheitsorientiert ist, ist er zum Trend geworden.

 

Fazit:

Top für Anfänger und Fortgeschrittene. Bringt keine Muskelberge, aber durchaus einen athletischen Körper. Aber noch wichtiger ist der gesundheitliche Aspekt. Denn hier wird alles trainiert was wichtig ist – und genau das bedeutet Fitness.

 

+ Gesundheitsorientiertes Training

+ Es bedarf nur wenige Tools

+ Für alle geeignet

+ Vielschichtiges Training, Langeweile gibt’s nicht

 

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