Auf einem Blick: Freeletics

fitzine.de - Auf einem Blick Freeletics

Gerade unter jungen Menschen sehr beliebt, weil es auch viel mit Gemeinschaft zu tun hat: Freeletics.

Das Training besteht aus nur ein paar Übungen, die aber in Intervallen bis zum Muskelversagen absolviert werden. So werden beispielsweise im ersten Durchgang 4 Übungen gewählt, die mit je 50 Wiederholungen gemacht werden müssen. Dann folgt eine Pause, nach der Pause kommt die nächste Runde mit den selben Übungen, aber mit je 40 Wiederholungen. Die Durchgänge werden noch mal mit je 30, 20 und 10 Wiederholungen absolviert. Ist das Training erfolgreich beendet, bekommt man einen Stern.

Trainingseinheiten werden auf Zeit durchgeführt, um sich noch mehr zu fordern. Dabei gibt es zwei Teildisziplinen, „Personal Best“ und „MAX“. Bei Personal Best wird das Workout so schnell wie möglich absolviert und bei MAX wird versucht, in einer bestimmten Zeit so viel wie möglich zu schaffen. So kann man versuchen die eigenen Bestleistungen, oder die der anderen immer wieder zu schlagen.

Weil die Übungen alle Eigengewichtsübungen sind, können sie fast überall durchgeführt werden und finden überwiegend in Parks statt.

 

Freeletics ist nicht nur so populär, weil es mit einem eigenen Konzept auf der Welle des Bodyweight Training Trends mit schwimmt. Es ist auch deshalb ein Trend, weil man nicht mehr als eine App und einen Park bzw. Spielplatz braucht. Eigentlich braucht es nicht einmal die App. Doch genau da soll dich das Marketing der Freeletics-Erfinder hinbringen. Freeletics ist nicht mehr als ein einfaches Trainingskonzept mit viel Marketing: Training am Bolzplatz mit einer Gruppe gleichgesinnter und alle bekommen den tollsten Body und strotzen vor Kraft und Ausdauer. Mittels der App kann man dann seine Fortschritte der Freeleticsgemeinde mitteilen und bekommt dafür Lob von andern. Wer die App kauft, kann also viel erreichen – so heißt es.

Auch wenn die Konkurrenz und das Gruppengefühl anspornen können, so können sie auch enormen Druck aufbauen. Denn es setzt voraus, dass man jedes mal bis zum Muskelversagen trainiert und am besten auch keine Einheit aus lässt. Gerade der Austausch über die App und über Foren, genauso wie das gemeinschaftliche Trainieren unter einem Begriff der es zum Lifestyle geschafft hat, ist wohl der Hauptgrund für den Erfolg. Denn Erfolge durch die Konkurrenz, aber auch die Lobe der Community lassen den Ehrgeiz steigern (aber eben nicht für alle).

 

Weitere Probleme von Freeletics sind, dass viele Übungen oft mit Schwung ausgeführt werden. Was für die Gemeinde kein Problem ist, ist aber aus trainingswissenschaftlicher Sicht nicht wirklich das Beste. Das Problem liegt vor allem darin, dass die Kraft irgendwann stagniert und auch mit den unterschiedlichsten Varianten einer Übung sich irgendwann nicht mehr so viel rausholen lässt. Um einer Stagnation zu umgehen fangen, dann viele an die Übungen mit Schwung durchzuführen, was aber deutlich ineffektiver ist, als ohne Schwung. Irgendwann wird durch die Stagnation auch das Muskelwachstum gehemmt und weitere Erfolge bleiben somit auf den für viele wichtigsten zwei Ebenen aus: Kraftaufbau und Muskelzuwachs.

 

Fazit:

Die Cummunity kann für viele Anfänger, die Konkurrenz und Lob für mehr Ansporn brauchen, sicherlich entscheidend für den (anfänglichen) Erfolg beim sporteln sein. Trotzdem gibt es für mich auch Punkte die negativ zu bewerten sind. Wer mehr auf Qualität und Kontinuität setzen möchte, sollte sich lieber ein anderes Konzept aussuchen.

 

+ Die Community

+ Außer evtl. die App, wird sonst nichts an Trainingsgeräten und Tools benötigt

– Gefahr von Überbelastung im Training

– Qualität der Übungsausführung steht nicht im Mittelpunkt

– Hohe Belastungen und Gefahr von Stagnation können schnell demotivieren

 

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