Ernährungslexikon

A

Alpha Liponsäure

Die schwefelhaltige Fettsäure ist ein Bestandteil des Enzymkomplexes in den Mitochondrien und kann das anfallende Laktat effektiv zu Glucose umbauen.

 

Aminosäuren

Proteine bestehen aus langen Aminosäurenketten. Die einzelnen Aminosäuren werden in essenzielle (müssen dem Körper zugeführt werden) und nicht-essentielle unterschieden, aus denen körpereigene Eiweiße gemacht werden. Diese sind an vielen lebenswichtigen Prozessen beteiligt.

 

Anabole Diät

Ein Low-Carb-Ernährungssystem, bei dem sehr strengt auf Kohlenhydrate verzichtet wird, dafür aber sehr viel Eiweiß und gesunde Fette zugeführt werden.

 

Antioxidantien

Verhindern im Körper Oxidationen (Reaktionen mit Sauerstoff) anderer Substanzen. Sie können freie Radikale neutralisieren und unschädlich machen. Diese sind z.B. Vitamin C, Vitamin E und sekundäre Pflanzenstoffe.

 

Aspartam

Ein Süßstoff, der etwa 200 mal süßer ist als Zucker.

 

Atkins Diät

Ein mehrstufiges Diätsystem, bei dem zuerst fast komplett auf Kohlenhydrate verzichtet wird und dann die Aufnahme stufenweise etwas gesteigert wird.

 

B

Ballaststoffe

Nahezu unverdauliche Kohlenhydrate. Überwiegend in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten zu finden.

 

Basisch

Lebensmittel mit einem PH-Wert von 8-14. Sie sollen einer Übersäuerung des Körpers entgegenwirken.

 

Biologische Wertigkeit

Sie gibt die Qualität von Proteinen an. Mit einer Wertigkeit von 100 gilt das Ei als Referenzwert und hat den höchsten Wert eines natürlichen Lebensmittels.

 

C

Calcium

Am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt, spielt eine Rolle bei der Blutgerinnung, der Muskelkontraktion sowie der Erregungsleitung in den Nerven.

Empfohlene Tageszufuhr (Erwachsene): 1200 mg.

 

Cholesterin

Fettähnliche Substanz. Sie wird benötigt für die Bildung von Gallensäuren, Hormonen, Vitamin D und ist am Aufbau der Zellmembranen beteiligt.

Kann der menschliche Körper vor allem in Leber und Darm selbst bilden.

 

D

Dehydration

Störung des Wasserhaushalts als Folge einer mangelnden Natrium- und/oder Flüssigkeitszufuhr.

 

Depotfett

Es dient als Energiereserve, Schutzpolster für empfindliche Organe und als Wärmeisolierung.

 

Designer Food

Auch „Functional Food“, sind Lebensmittel, die auf bestimmte Bedürfnisse abgestimmt sind, so z.B. Elektrolytgetränke für Sportler.

 

Diät

Sie werden zur Vorbeugung und Behandlung von bestimmten Krankheiten und Übergewicht eingesetzt.

 

E

Einfachzucker

Auch Monosaccharide, sind Zucker (Kohlenhydrate), die nur aus einem Baustein bestehen.

 

Eisen

Ein Spurenelement, das für den Sauerstofftransport im Blut und für die Wirksamkeit von einigen Enzymen benötigt wird.

 

Eiweiß

Auch Protein, ist ein Makronährstoff mit einer Energiedichte von 4,3 Kilokalorien pro Gramm Eiweiß.

 

Elektrolyte

Chemische Verbindung, die in Ionen zerfallen ist (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Chlorid, Phosphat und Hydrogencarbonat)

 

Energiebedarf

Bedarf an Kalorien bzw. Joule, um den Organismus mit Energie für alle Lebensvorgänge (Atmung, Herzschlag, Muskeltätigkeit etc.) zu versorgen.

 

Energiedichte

Energiegehalt (angegeben in Kalorien oder Joule) eines Lebensmittels in Bezug auf das Gewicht.

 

F

Fett

Ein Makronährstoff mit einer Energiedichte von 9,1 Kilokalorien pro Gramm Fett. Es wird zwischen gesättigten sowie einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterschiedenen.

 

Fluor (Fluorid)

Ein Spurenelement, das der Stabilität der Knochen und der Härtung des Zahnschmelzes dient.

 

Folsäure

Ein wasserlösliches Vitamin, das zu den B-Vitaminen gehört.

 

Freie Fettsäuren

Entstehen unter anderem beim Verderb von Nahrungsfetten, finden sich auf natürlicher weise auch im Blut.

 

Fruchtzucker (Fructose)

Ein Einfachzucker, der sich vor allem in Früchten und Honig findet. Zusammen mit dem Traubenzucker (Glukose) bildet er den Haushaltszucker (Saccharose).

 

Functional Food

Auch „Designer Food“, sind Lebensmittel, die auf bestimmte Bedürfnisse abgestimmt sind, so z.B. Elektrolytgetränke für Sportler.

 

G

Gelatine

Ein ernährungsphysiologisch minderwertiges Protein, das aus Knochen, Rinderspalthäuten und vor allem aus Schweineschwarte.

 

Glukose (Glucose)

Der am häufigsten vorkommende und biologisch wichtigste Einfachzucker (schnelles/kurzkettiges Kohlenhydrat)

 

Glukosesirup

Aus Stärke gewonnener eingedickter Saft, der hauptsächlich aus Glukose besteht.

 

Gluten

Elastische Eiweißsubstanz des Roggen-, Hafer- und insbesondere Weizenmehles.

 

Glykogen

Speicherform der Kohlenhydrate im Muskel und der Leber.

 

Grundumsatz

Die Energiemenge, die ein Mensch bei Ruhe für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen (Atmung, Herzschlag, Drüsenfunktion) pro Tag benötigt.

 

H

Heißpressung

Um den Ölfrüchten und Ölsamen das Fett zu entziehen, werden sie unter Wärmezufuhr gepresst. Dies führt zu einer höheren Ausbeute, aber auch einer geringeren Menge Vitamine als bei der Kaltpressung.

 

Hungerstoffwechsel

Anpassung des normalen Stoffwechsels an den Hungerzustand. Ein sogenannter Energiesparmodus, bei dem auch vermehrt Fett eingelagert wird.

 

I

Industriezucker

Andere Bezeichnung für Haushaltszucker (Saccharose).

 

Insulin

Die wichtigste Funktion dieses Hormons ist die Senkung des Blutzuckerspiegels ist. Es wird in der Bauchspeicheldrüse produziert.

 

Isoleucin

Es zählt zu den essentiellen Aminosäuren, welches aber umstritten ist, ob es tatsächlich die sportliche Leistung steigert.

 

Industriezucker

Andere Bezeichnung für Haushaltszucker (Saccharose).

 

Insulin

Die wichtigste Funktion dieses Hormons ist die Senkung des Blutzuckerspiegels ist. Es wird in der Bauchspeicheldrüse produziert.

 

Isoleucin

Es zählt zu den essentiellen Aminosäuren, welches aber umstritten ist, ob es tatsächlich die sportliche Leistung steigert.

 

J

K

Kalium

Ein Mineralstoff, der notwendig ist für die Funktion der Nerven, alle Muskelbewegungen, die Aufrechterhaltung der Gewebespannung und die Wirkung verschiedener Enzyme.

 

Kalorie / Joule

Heute international zu verwendende Maßeinheit für die Energie. Seit 1978 ist die Einheit Kalorie offiziell durch die Einheit Joule ersetzt worden. 1 Kalorie entspricht 4,184 Joule.

Da die Kalorie eine sehr kleine Einheit ist, werden die Angaben über den Energiegehalt von Nahrungsmitteln üblicherweise in Kilo-Kalorien (1 kcal. = 1000 Kalorien) gemacht.

 

Kaltpressung

Pressung der Ölfrüchte bzw. Ölsamen ohne zusätzliche Wärmezufuhr. Da kaltgepresste Öle nicht aufbereitet (raffiniert) werden, können auf diesem Weg auch keine unerwünschten Inhaltsstoffe entfernt werden. Entsprechend muss die Rohstoffauswahl besonders sorgfältig sein.

 

Kasein

Milcheiweiß. Und Hauptbestandteil von Kuhmilch und Käse.

 

Ketogene Diät

Bei dieser Ernährungsform werden am Tag nur maximal 40-50 Gramm Kohlenhydrate zugeführt. Dadurch wird der Körper gezwungen Fette in Ketonkörper umzubauen, welche als Kohlenhydratersatz dienen.

 

Kobalt

Kobalt ist ein Spurenelement, dessen wesentliche Funktion für den Menschen sich als zentraler Baustein im Vitamin B12 ergibt.

 

Kohlenhydrate

Neben Fett und Protein (Eiweiß) sind die Kohlenhydrate der dritte Makronährstoff mit einer Energiedichte von 4,3 Kilokalorien pro Gramm Kohlenhydrat. Sie können aus mehreren Gruppen bestehen: Einfachzucker, Mehrfachzucker und Vielfachzucker.

 

Kupfer

Kupfer ist ein Spurenelement, das bei aktiven Enzymen mitwirkt. Kupfer spielt auch eine wichtige Rolle im Eisenstoffwechsel.

 

L

L-Arginin

Eine Aminisäure, die an der Kreatinbildung und somit an der schnellen Energiebereitstellung beteiligt ist.

 

L-Carnitin

Eine Aminosäure, die als Trägersubstanz freier Fettsäuren zur Verstoffwechselung in den Zellen dient.

 

Leere Kalorien

Bezeichnung für Lebensmittel, die sehr kalorienreich (Kalorie, Energiegehalt) sind, aber wenig oder keine essentielle Nährstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

 

Leistungsumsatz

Der Leistungsumsatz ist die Energiemenge, die unser Körper innerhalb eines Tages benötigt, um

Arbeit zu verrichten.

 

Leucin

Eine essentielle Aminosäure, deren leistungssteigernde Wirkung aber im Sport ist umstritten ist.

 

Limitierende Aminosäure

Essentielle Aminosäure, die in einem Nahrungseiweiß in zu geringer Menge vorhanden ist und somit die Qualität des Eiweißes (biologische Wertigkeit) begrenzt.

 

Linolensäure

Eine mehrfach ungesättigte Fettsäure.

 

Lipide

Oberbegriff für Fette und fettähnliche Stoffe

 

Lysin

Eine essentielle Aminosäure, die hauptsächlich für den Aufbau von Proteinen gebraucht wird.

 

M

Magnesium

Ein Mineralstoff, der für die Wirkung vieler Enzyme, für die Nervenfunktion und für die Muskelbewegung nötig ist.

 

Maltit

Aus Malzzucker hergestellter Zuckeraustauschstoff, der im Geschmack weniger süß ist als Haushaltszucker und etwa nur halb so viele Kalorien enthält.

 

Mangan

Ein Spurenelement, das viele Enzyme aktiviert.

 

Mineralstoffe

Essentielle anorganische Nährstoffe, die der Mensch über seine Nahrung aufnehmen muss und die er für vielfältige Funktionen benötigt.

 

Molke (Whey)

Flüssigkeit, die bei der Käseherstellung aus Milch zurückbleibt. Sie enthält neben Milchzucker und Molkeneiweiß viele Mineralstoffe und Vitamine.

 

Monosaccharide

Zucker (Kohlenhydrate), die nur aus einem Baustein bestehen.

 

N

Nährstoffbedarf

Diejenige Menge eines Nährstoffes, die für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen und somit für optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit benötigt wird.

 

Nährstoffdichte

Menge eines Nährstoffes in einem Lebensmittel in Relation zum Energiegehalt des Lebensmittels.

 

Natrium

Natrium ist ein Mineralstoff, der zusammen mit Chlorid als Kochsalz in vielen Lebensmitteln vorkommt. Neben vielen regulatorischen Funktionen die Natrium im Körper hat, bindet es außerdem Wasser.

 

O

Omega-3-Fettsäuren

Essentielle Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken und die Blutgerinnungsgeschwindigkeit.

 

P

Probiotika

Lebensmittel, die lebende, gesundheitsfördernde Mikroorganismen enthalten.

 

Q

R

S

Saccharin

Süßstoff, der 300- bis 500mal süßer ist als Haushaltszucker (Saccharose).

 

Saccharose

Auch: Haushaltszucker, Rübenzucker, Rohrzucker

 

Schilddrüsenüberfunktion

Bildet die Schilddrüse zu viel Schilddrüsenhormone kommt es zu einem Anstieg der Verbrennungsvorgänge im Organismus und somit zu einem erhöhten Energieverbrauch.

 

Schilddrüsenunterfunktion

Die Schilddrüse bildet zu wenig Schilddrüsenhormone (z.B. wegen Jodmangel).

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Gruppe von zahlreichen, chemisch sehr unterschiedlichen Stoffen, die ausschließlich in Pflanzen vorkommen. Viele Sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und blockieren z.T. die Entstehung von Tumoren.

 

Selen

Ein Spurenelement, das Bestandteil einiger Enzyme ist.

 

Stoffwechsel (Metabolismus)

Der Stoffwechsel des Körpers umfasst alle Aufbau-, Abbau- und Umbauvorgänge. Sie dienen der Erhaltung der Körpersubstanz sowie der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen.

 

T

Transfettsäuren

In der chemischen Struktur veränderte, mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

 

Verzweigtkettige Aminosäuren

engl. Branched Chain Amino Acids (BCAA)

Zu den verzweigtkettigen Aminosäuren gehören Valin, Leucin und Isoleucin. Sie sind essentielle Aminosäuren und müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden.

 

U

V

Vitamin A

Fettlöslich. Wichtig für die Augen und den Aufbau von Haut, sowie Schleimhäuten.

 

Vitamin B1

Wasserlöslich. Ist für Stoffwechselaktivitäten und die Nervenfunktion bedeutend.

 

Vitamin B2

Wasserlöslich. Wird für die Haut, Schleimhäute, Augen und den Stoffwechsel herangezogen.

 

Vitamin B3

Wasserlöslich Ist für viele Stoffwechselvorgänge, vor allem für die Energiegewinnung im Körper verantwortlich.

 

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Wasserlöslich. Hilft beim Fett-, Kohlenhyrat- und Aminosäurenabbau und ist wichig für fast alle Stoffwechselaktivitäten.

 

Vitamin B6

Wasserlöslich. Ist wichtig für das Nerven- und Immunsystem.

 

Vitamin B7 (Biotin)

Wasserlöslich. Ist wichtig für die Bildung von Blutzellen, für Haut, Haare sowie Nägel und für die Funktion von Nerven und Knochenmark.

 

Vitamin B9 (Folsäure)

Wasserlöslich. Wird für die Zellvermehrung, Blutbildung und das Immunsystem herangezogen.

 

Vitamin B12

Wasserlöslich. Ist wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen und den Stoffwechsel.

 

Vitamin C

Wasserlöslich. Ist wichtig für das Immunsystem, das Bindegewebe die Wundheilung und die Eisenresorption.

 

Vitamin D

Fettlöslich. Hilft bei der Mineralisation der Knochen und ist wichtig für Stoffwechselaktivitäten.

 

Vitamin E

Fettlöslich. Fängt freie Radikale ab und ist wichtig für die Funktion der Zellmembranen.

 

Vitamin K

Fettlöslich. Wird für die Blutgerinnung und Knochenaufbau benötigt und ist wichtig für die Herstellung von körpereigenen Eiweißen.

 

Vitamine

Lebensnotwendige, essentielle (unentbehrliche) Substanzen, die vom Körper nicht oder nur unzureichend gebildet werden können. Vitamine müssen deshalb regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden.

Vitamine dienen weder als Baumaterial für Körpersubstanzen noch als Energielieferanten, sondern werden zur Aufrechterhaltung bestimmter Körperfunktionen benötigt.

 

Vollwertige Ernährung

Ernährung, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird. Die vollwertige Ernährung berücksichtigt dabei die Empfehlungen der DGE zur wünschenswerten Nährstoffzufuhr.

Die vollwertig Ernährung entspricht einer ausgewogenen Mischkost.

 

W

X

Xylit

Hitzebeständiger Zuckeraustauschstoff aus Pflanzen, der etwa die gleiche Süßkraft besitzt wie Haushaltszucker, aber nur halb so viele Kalorien liefert.

 

Y

Z

Zink

Ein Spurenelement, das im Stoffwechsel beteiligt ist und die Körperabwehr unterstützt.

 

Zweifachzucker

Zucker (Kohlenhydrate), die aus zwei Bausteinen bestehen.

 

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